WohntrendsGrundregeln bei der Grundrissplanung


1. Wo soll der Lebensmittelpunkt im Haus liegen?

Bevor es mit der Grundrissplanung los geht , müssen Sie sich zunächst über diese Frage im Klaren sein.

Das abgeschlossene Wohnzimmer, die abgeschlossene Wohnküche oder die offene Küche mit angeschlossenem Wohnbereich?

Im Trend liegt der "offene Grundriss" : Offener Wohnraum, angeschlossener Essbereich und Küche bilden das großräumige Zentrum des Hauses. Hier ist auch die Treppe angeordnet, die mit Lufträumen und Galerien zusätzlich eine Öffnung des Raumes in der Vertikalen ermöglicht. Flure und Raumabschlüsse zu benachbarten Zimmern entfallen, so dass die reine Verkehrsfläche auf ein Minimum reduziert ist. Kommunikation wird hier groß geschrieben. Die privaten Rückzugsbereiche beschränken sich auf die individuell zugeordneten Schlaf- und Aufenthaltsräume.

Der offener Grundriss: Gerade kleinere Häuser gewinnen deutlich an Großzügigkeit

  Der geschlossene Grundriss: Privatsphäre und Abgeschlossenheit stehen im Vordergrund. Die Großzügigkeit geht dabei allerdings verloren
   
2. Harmoniert der Grundriss mit den vier Himmelsrichtungen?

Ideal ist es, den Hauseingang, die Wirtschaftsräume und die Bäder nach Norden und die Wohnräume nach Süden auszurichten. Frühaufsteher bevorzugen das Schlafzimmer mit der Morgensonne im Osten.

3. Ist die Raumaufteilung alltagstauglich?

Das Prinzip der kurzen Wege:
Die Küche liegt sinnvoller Weise in direktem Bezug zum Essbereich, aber auch nicht zu weit vom Eingang entfernt, um lange Wege mit schweren Einkäufen zu vermeiden. Die Badezimmer haben ihren Platz am besten in der Nähe der Schlafzimmer.

Genügend Stellflächen für die Möbel:
Jedes Zimmer sollte wenigstens drei Meter fortlaufende Wandlänge aufweisen. Türen sollten so öffnen, dass sie möglichst keine Stellfläche wegnehmen. Quadratische Zimmer lassen sich besser möblieren als längliche, schmale Räume.

Fensterlose Räume:
Ein Bad ohne Fenster sollte vermieden werden. Fensterlose Kammern dagegen können nützlich sein - als kleine Speisekammer an der Küche oder als "begehbarer Kleiderschrank" neben dem Schlafzimmer.

4. Haben Sie auf ein einladendes, stimmiges Entree geachtet?

Der Eingangsbereich entscheidet bereits darüber, wie das Haus wahrgenommen wird:
Ist er eng und klein oder kann er sich nicht öffnen, werden unbewusst auch alle weiteren Bereiche so wahrgenommen. Umgekehrt kann ein sich großzügig öffnender Eingangsbereich kleine Räume großzügig erscheinen lassen. Idealerweise gibt der Flur schon Blicke frei – etwa auf die Treppe oder auf die Flügeltür vom Wohnzimmer.

 

Ungünstig:
Der erste Blick prallt an Wänden ab, das Entree gibt nichts frei.
     

So sieht es gleich viel besser aus:

 




Gelungen:
Der Eingang gibt den Blick frei ins Wohnzimmer.

     
6. Ist der Grundriss zukunftsfähig?

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, werden Zimmer frei. Sie können dann als Hobbyraum, Bibliothek oder Gästezimmer genutzt werden. Mittels leichter Trennwände können aus ihnen später auch ein großer Raum geschaffen werden. Wer im Alter lange und unabhängig im Haus wohnen bleiben möchte, sollte breite Türen, ein leicht zugängliches Bad und möglichst auch ein Schlafzimmer im Erdgeschoss vorsehen.
     

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